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Hallo liebe Eichendörffler*innen,

Hoffnung ist die Fähigkeit, die Musik der Zukunft zu hören.
Glaube ist der Mut, in der Gegenwart danach zu tanzen
(P.Kuzmic)

mit diesem Text wünschen wir euch schöne Osterferien, – wenn auch leider ohne Verwandtenbesuch oder Urlaub-, aber vielleicht mit Musik hören und tanzen!?

Wem aber die Decke auf den Kopf fällt und wer sich was von der Seele reden möchte, kann
natürlich auch in den kommenden Wochen mit uns sprechen (vorher kurz per Mail
verabreden!).

Frohe Ostern für euch und eure Familien und Freunde und passt auf euch und eure Lieben auf!

Eure Christina Brück und Hans-Gerd Ackermann

Aus dem Rhythmus…

Home-Word für den 1. April 2020 von Paul Löhnert

Ob wir wollen oder nicht, wir Menschen sind Rhythmuswesen. Schon unser Körper wird durch Rhythmen geprägt: Einatmen, ausatmen. Unser Herz schlägt rhythmisch. Schlafen, wach sein. Essen, verdauen usw. Singen, tanzen, laufen. Im Rhythmus fühlen wir uns wohl. Wenn unser Herz aus dem Rhythmus kommt, runzelt der Arzt die Stirn, vielleicht muss dann ein sogar Herzschrittmacher von außen für den Rhythmus sorgen.

Auch in unserer Zeitstruktur sind wir Rhythmuswesen: Werktage, Sabbat/Sonntag, diesen Lebensrhythmus gibt es seit biblischen Urzeiten. Schulzeit, Ferienzeit. Tag, Nacht. Arbeiten, Freizeit. Die Jahreszeiten.

Und auch räumlich und sozial bewegen wir uns normalerweise in Rhythmen: Zu Hause sein, unterwegs sein. In Ferien sein, in der Schule sein. Bei der Familie sein, alleine sein, mit Schulfreundinnen und -freunden zusammen sein.

Durch Corona sind nun plötzlich viele dieser Rhythmen gestört. Wir sind jetzt fast immer zu Hause. Nie in der Schule. Nie in großen Gruppen zusammen.

Das fällt uns sehr schwer, denn das ist gegen unsere Natur. Was hilft?

  • Versucht, euren Tagen weiterhin eine Struktur, einen Rhythmus zu geben. Rituale und feste Gewohnheiten helfen uns.
  • Setzt euch Ziele für jeden Tag und versucht die abzuarbeiten. Das schafft Zufriedenheit und das Gefühl von Sinn.
  • Wir Lehrerinnen und Lehrer geben euch dieser Tage Aufgaben, damit ihr merkt, dass es weitergeht, dass ihr interessante Sachen auch jetzt machen könnt. Eine Mutter hat mir gestern geschrieben, wie dankbar sie dafür ist, denn das gebe ihrem Kind ein Stück Normalität/Routine in dieser Zeit. Nehmt euch jeden Tag eine bestimmte Zeit dafür.
  • Bleibt in Kontakt mir den anderen. Wie das geht, wisst ihr selbst. Denkt auch an die, an die ihr vielleicht sonst nicht so denkt, ok? Wir können uns gegenseitig sehr helfen in dieser Zeit..

 

 

 

 

Und was bringt dich auf andere Gedanken?

Home-Word für den 30.03.2020 von Ruth Stein

Das ist Ole. Als vor 7 Jahren mein ältester Sohn für ein Schuljahr ins Ausland ging, habe ich mehr aus Scherz gesagt, dass ich dann aber einen ´Knuddel`- Ersatz brauche, – und zwar einen mit braunen Haaren wie eben unser Ältester. Seitdem gibt es Ole bei uns, immer gut gelaunt, sehr verfressen und bereit, jederzeit und bei jedem Wetter raus zu gehen.

Ole weiß nichts von Corona, er macht sich keine Gedanken um Schulschließungen, unser Gesundheitssystem oder die Wirtschaft. Vielleicht spürt er unsere Ängste und Sorgen, aber vielleicht findet er es auch nur schön, dass wir gerade die ganze Zeit zu Hause sind und dass so oft einer mit ihm spazieren geht und in den Wald fährt. Ole hat dann so richtig Spaß, zerrt armdicke Äste aus dem Unterholz, wirbelt die herum, bis sie zu Kleinholz brechen, knurrt und wedelt dabei heftigst. Heute Morgen im Wald war er wieder voll in seinem Element und ich habe, allein und mitten im Wald, lauthals über ihn lachen müssen. Auf dem Rückweg sind wir dann einer Joggerin begegnet, wir beide haben uns mit gebührendem Abstand zugenickt, aber als sie meinen Hund gelockt hat, ist Ole schwanzwedelnd zu ihr gelaufen und hat sich ausgiebig kraulen lassen. Und ich glaube, das hat dieser jungen Frau mindestens so gut getan wie ihm.

Auch wenn ihr keinen Hund habt, ich wünsche euch allen jemanden, der euch auch mal ablenkt und lachen lässt, etwas, das euch tröstet und auf andere Gedanken bringt!

(Vielleicht geht das auch mit einem Kuschel- Tier…?)

Danke!

Home- Word für den 27.3.20 von Corinna Trapp, Mutter und im Gesundheitsamt tätig

Hallo!

Ich möchte mich bei allen Schülerinnen und Schülern bedanken, die tapfer zu Hause bleiben und unsere infektionshygienischen Maßnahmen unterstützen! Bleibt „online“ im virtuellen Raum! Ihr seid maßgeblich daran beteiligt, dass wir es schaffen können! DANKE!

Viele Grüße aus dem Gesundheitswesen!

Hallo Eichendorff!

Home-Word für den 26.03.2020 von einer Schülerin aus der Oberstufe

Ich weiß es ist für alle schwierig aktuell den Punkt zwischen Freude, dass die Schule ausfällt und Sorge, über seine Angehörigen und Freunde zu finden. Ich persönlich befinde mich in einer Situation, wo ich merke, dass Schule unsagbar wichtig für mich ist. Man hat einen geregelten Tagesablauf. Und das ist nicht nur wichtig für mich. Viele Schüler leiden unter psychischen Problemen und dann ist eine Isolation schädlich. Ich weiß nicht inwiefern ihr schon damit in Kontakt getreten seid, aber diese Freunde brauchen euch jetzt!

Jeder von ihnen ist daran gewöhnt zu Hause zu sitzen, den ganzen Tag Netflix zu schauen, oder halt auch einfach gegen die Wand zu starren. Das finden manche von euch vielleicht lustig, aber diese Person macht das nicht aus Spaß. Schule ist für diese Person meist der einzige Tagespunkt an dem er/sie/es aus dem Haus kommt und einen Plan hat. Deswegen bitte ich euch, für diese Person da zu sein. Es gibt viele Möglichkeiten dazu, ohne in physischen Kontakt mit anderen zu treten: Whatsapp, Telefonieren, zusammen Filme schauen etc. Es geht nicht um den Punkt, dass diese Person zu viel Zeit an einem bestimmtem Medium verbringt, sondern viel eher, dass sie einsam ist. Ich hoffe, dass ihr diese Bitte zu Herzen nehmt und zu Hause bleibt.

Passt auf euch und eure Mitmenschen auf!