Kategorie: Featured

Auch das Eichendorff trägt Stoff …

Dieser Hauch von Atemmaske

Nun wird die kleine Brise
in Satin gekleidet.
Die Atemmaske, sieh, sie
unterstreicht die Augen,
die nun aus dieser Wäsche
schlau herausblicken.
Da wird die Hakennase
jäh zum Kleiderbügel,
da machen schiefe Zähne
scharfen Knitter- Look,
da macht ein Bart sich gut
als kleine Kissenfüllung,
ein Überbiss wird jetzt
zu Halt und Unterstützung,
ein feistes Doppelkinn
zur feinen Bügelfalte,
da geht´s von Ohr zu Ohr
anstatt von Mund zu Mund:
Atemmaske mit zwei M.
Na, alles fit im Mundschutz?

(Bild von Ruth Stein, Text aus einem Gedicht von Alex Dreppec)

 

 

Mein Corona-Regenbogen – alles wird gut!

Ihr Lieben zu Hause,

heute gibt es noch einmal ganz herzliche Grüße aus einem Sekretariat, das ohne SchülerInnen so ganz anders und irgendwie gar nicht schön ist. Wir denken so oft an euch und hoffen sehr, dass bald alles wieder so sein kann, wie es war, wie wir es kennen, schon hin und wieder verflucht haben und jetzt doch schmerzlich vermissen.

Wie gerade über meinen Handy-News-Ticker reinkommt, wird es ab Montag auch in Rheinland-Pfalz eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen geben. Da habe ich zum Glück schon vorgesorgt, denn mein Ostergeschenk an meine Familie und all die lieben Menschen, die ich derzeit so heftig vermisse, waren selbst geschneiderte Masken. Ich kann nicht nähen und ich bin alles andere als geduldig, aber diese Dinger gehen wirklich schnell und mit ein paar netten Stoffen (Stoffreste, alte T-Shirts, Bettwäsche oder Küchenhandtücher mit schönen Mustern,…) macht es sogar fast ein bisschen Spaß, sie zu nähen.

Vielleicht habt ihr ja am bevorstehenden Wochenende auch mal Lust es zu versuchen und euch und euren Lieben eine kleine und derzeit wirklich sinnvolle Freude zu bereiten. Die Masken lassen sich auch problemlos im Umschlag an Großeltern und liebe Freunde verschicken und zeigen ihnen, dass ihr an sie denkt…

Aus den unzähligen Anleitungsvideos bei youtube habe ich euch mal zwei Links angehangen. Einmal mit Nähmaschine und einmal ohne, beide gut erklärt und für einen Anfänger gut zu schaffen.

https://youtu.be/hL4a0dmdBMI
https://youtu.be/_pZLEtwD-yM

Vielleicht schafft ihr ja auch euren eigenen kleinen Corona-Regenbogen… ;o)

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende,
bleibt zu Hause, gesund und passt auf euch auf!

Beste Wünsche
Yasmin Jost

Grün ist die Farbe der Hoffnung

Was seht ihr auf dem Foto? Und habt ihr erkannt, wo es entstanden ist?

Normalerweise wäre dieses Grün spätestens in zwei Tagen niedergetrampelt und zertreten, denn es sind die obersten Blätter einer Pflanze, die sich aus dem Schacht vor unserer Eingangstür durch das Abdeckgitter ins Licht kämpft. Und normalerweise würden wir alle ab heute über genau dieses Abdeckgitter in die Schule hinein- und v.a. hinausströmen und dabei natürlich diese grünen Blätter niedertreten.

Jetzt haben wir noch zwei weitere Wochen Lockdown in der Schule und dann eine allmähliche Öffnung in der Hoffnung, Corona damit in den Griff zu bekommen. Lassen wir also dieses Grün noch mindestens zwei Wochen weiter wachsen …

Um uns gegenseitig Mut zu geben und Hoffnung zu machen, zum Schmunzeln oder auch Nachdenken zu bringen, wollen wir weiterhin jedem Schultag, den wir nicht ins Eichendorff gehen, unserem Home-Work ein Home-Word voranstellen und es auf unsere Homepage setzen.

Wenn du dafür eine Idee, einen Text, ein Bild o.a. hast, dann schick das bitte an: r.stein@eichendorff-koblenz.de, und wir veröffentlichen es in den nächsten Tagen unter Angabe deines Vornamens und Jahrgangsstufe.

(Home-Word von Ruth Stein)

Hallo liebe Eichendörffler*innen,

Hoffnung ist die Fähigkeit, die Musik der Zukunft zu hören.
Glaube ist der Mut, in der Gegenwart danach zu tanzen
(P.Kuzmic)

mit diesem Text wünschen wir euch schöne Osterferien, – wenn auch leider ohne Verwandtenbesuch oder Urlaub-, aber vielleicht mit Musik hören und tanzen!?

Wem aber die Decke auf den Kopf fällt und wer sich was von der Seele reden möchte, kann
natürlich auch in den kommenden Wochen mit uns sprechen (vorher kurz per Mail
verabreden!).

Frohe Ostern für euch und eure Familien und Freunde und passt auf euch und eure Lieben auf!

Eure Christina Brück und Hans-Gerd Ackermann

Aus dem Rhythmus…

Home-Word für den 1. April 2020 von Paul Löhnert

Ob wir wollen oder nicht, wir Menschen sind Rhythmuswesen. Schon unser Körper wird durch Rhythmen geprägt: Einatmen, ausatmen. Unser Herz schlägt rhythmisch. Schlafen, wach sein. Essen, verdauen usw. Singen, tanzen, laufen. Im Rhythmus fühlen wir uns wohl. Wenn unser Herz aus dem Rhythmus kommt, runzelt der Arzt die Stirn, vielleicht muss dann ein sogar Herzschrittmacher von außen für den Rhythmus sorgen.

Auch in unserer Zeitstruktur sind wir Rhythmuswesen: Werktage, Sabbat/Sonntag, diesen Lebensrhythmus gibt es seit biblischen Urzeiten. Schulzeit, Ferienzeit. Tag, Nacht. Arbeiten, Freizeit. Die Jahreszeiten.

Und auch räumlich und sozial bewegen wir uns normalerweise in Rhythmen: Zu Hause sein, unterwegs sein. In Ferien sein, in der Schule sein. Bei der Familie sein, alleine sein, mit Schulfreundinnen und -freunden zusammen sein.

Durch Corona sind nun plötzlich viele dieser Rhythmen gestört. Wir sind jetzt fast immer zu Hause. Nie in der Schule. Nie in großen Gruppen zusammen.

Das fällt uns sehr schwer, denn das ist gegen unsere Natur. Was hilft?

  • Versucht, euren Tagen weiterhin eine Struktur, einen Rhythmus zu geben. Rituale und feste Gewohnheiten helfen uns.
  • Setzt euch Ziele für jeden Tag und versucht die abzuarbeiten. Das schafft Zufriedenheit und das Gefühl von Sinn.
  • Wir Lehrerinnen und Lehrer geben euch dieser Tage Aufgaben, damit ihr merkt, dass es weitergeht, dass ihr interessante Sachen auch jetzt machen könnt. Eine Mutter hat mir gestern geschrieben, wie dankbar sie dafür ist, denn das gebe ihrem Kind ein Stück Normalität/Routine in dieser Zeit. Nehmt euch jeden Tag eine bestimmte Zeit dafür.
  • Bleibt in Kontakt mir den anderen. Wie das geht, wisst ihr selbst. Denkt auch an die, an die ihr vielleicht sonst nicht so denkt, ok? Wir können uns gegenseitig sehr helfen in dieser Zeit..

 

 

 

 

Und was bringt dich auf andere Gedanken?

Home-Word für den 30.03.2020 von Ruth Stein

Das ist Ole. Als vor 7 Jahren mein ältester Sohn für ein Schuljahr ins Ausland ging, habe ich mehr aus Scherz gesagt, dass ich dann aber einen ´Knuddel`- Ersatz brauche, – und zwar einen mit braunen Haaren wie eben unser Ältester. Seitdem gibt es Ole bei uns, immer gut gelaunt, sehr verfressen und bereit, jederzeit und bei jedem Wetter raus zu gehen.

Ole weiß nichts von Corona, er macht sich keine Gedanken um Schulschließungen, unser Gesundheitssystem oder die Wirtschaft. Vielleicht spürt er unsere Ängste und Sorgen, aber vielleicht findet er es auch nur schön, dass wir gerade die ganze Zeit zu Hause sind und dass so oft einer mit ihm spazieren geht und in den Wald fährt. Ole hat dann so richtig Spaß, zerrt armdicke Äste aus dem Unterholz, wirbelt die herum, bis sie zu Kleinholz brechen, knurrt und wedelt dabei heftigst. Heute Morgen im Wald war er wieder voll in seinem Element und ich habe, allein und mitten im Wald, lauthals über ihn lachen müssen. Auf dem Rückweg sind wir dann einer Joggerin begegnet, wir beide haben uns mit gebührendem Abstand zugenickt, aber als sie meinen Hund gelockt hat, ist Ole schwanzwedelnd zu ihr gelaufen und hat sich ausgiebig kraulen lassen. Und ich glaube, das hat dieser jungen Frau mindestens so gut getan wie ihm.

Auch wenn ihr keinen Hund habt, ich wünsche euch allen jemanden, der euch auch mal ablenkt und lachen lässt, etwas, das euch tröstet und auf andere Gedanken bringt!

(Vielleicht geht das auch mit einem Kuschel- Tier…?)

Danke!

Home- Word für den 27.3.20 von Corinna Trapp, Mutter und im Gesundheitsamt tätig

Hallo!

Ich möchte mich bei allen Schülerinnen und Schülern bedanken, die tapfer zu Hause bleiben und unsere infektionshygienischen Maßnahmen unterstützen! Bleibt „online“ im virtuellen Raum! Ihr seid maßgeblich daran beteiligt, dass wir es schaffen können! DANKE!

Viele Grüße aus dem Gesundheitswesen!